Der Indian Ocean Dipole und die Brände in Australien

Der auch als Indian Nino bezeichnete Indian Ocean Dipole ist ein zyklisch auftretendes Phänomen, bei dem es bzgl. der Oberflächenwassertemperatur zu einer Zweiteilung des indischen Ozeans kommt. Ist die Wassertemperatur im westlichen Teil höher als im Osten, spricht man von einem positiven Dipol, umgekehrt von einem negativen. Sind die Wassertemperaturen ausgeglichen, wird der Dipol als neutral bezeichnet. Im Jahre 2019 zeigte der positive Dipol die stärkste Ausprägung seit 60 Jahren. Die in der Westhälfte des Ozeans höheren Wassertemperaturen führten zu deutlich höheren Niederschlägen im Osten Afrikas. Am Horn von Afrika waren die Regenmengen 300 % über dem Durchschnitt. Äthiopien, Kenia, Uganda, Tansania, Somalia und der Süden Sudans waren im Oktober und November besonders betroffen von Überflutungen und Schlammlawinen.

Von der Klimasekte hat man dazu gar nichts gehört. In der Osthälfte des indischen Ozeans führten die tieferen Wassertemperaturen zu sehr geringen Niederschlagsmengen und damit zu großer Trockenheit, was sich auf die Buschfeuer in Australien negativ auswirkte. Dennoch waren die Brände in der Saison 2019/2020 nicht ungewöhnlich heftig. Laut momentanem Informationsstand brannten etwa 18 Millionen Hektar. Gemäß Satellitenaufnahmen sind in einem durchschnittlichen Jahr etwa 50 Millionen Hektar betroffen, in einem ruhigen Jahr 20 Millionen. Unter für Buschfeuer günstigen Bedingungen können auch 100 Millionen Hektar betroffen sein wie zuletzt 1974/1975. Louis Giglio et al. haben 2013 untersucht, in welchen Regionen Australiens es am häufigsten zu Buschbränden kommt. Mit fast 100 %iger Wahrscheinlichkeit brennt es jedes Jahr im Norden und Nordwesten Australiens, weshalb die Schäden in diesen Regionen in der Saison 2019/2020 relativ gering waren.

Aufgrund der häufigen Brände kann sich nicht so viel Totholz (fuel load) ansammeln, was dann wie ein Brandbeschleuniger wirkt. Im Südosten Australiens, wo die Brandhäufigkeit deutlich geringer ist, kam es dieses Jahr zu verheerenden Bränden. Durch das bereits erwähnte Versagen der Politik bzgl. des Busch- und Waldmanagements (kontrolliertes Abbrennen, Anlegen von Brandschneisen usw.) hatte sich im Laufe der Jahre sehr viel fuel load angesammelt, was unter den diesjährigen Bedingungen eines stark ausgeprägten Indian Ocean Dipoles zu den Verwüstungen führte. Die unter diesen Bedingungen entstandenen pyrokonvektiven Feuer waren so heftig, daß Pflanzenteile und Asche sogar bis nach Neuseeland gelangten.

Australien ist ein Kontinent, zu dem die Feuer gehören. Viele Ökosysteme sind für ihren Weiterbestand auf die jährlichen Brände angewiesen. Durch vernünftiges und von Experten gefordertes Busch- und Waldmanagement simuliert man die eigentlich natürlichen Vorgänge und versucht die Schäden dadurch möglichst gering zu halten. Die Grünen und sonstige Umweltaktivistenspinner in Australien betrachteten das Abbrennen jedoch als klimaschädlich und die fuel load-Kontrolle wurde unterbunden. Das Ergebnis dieses Unsinns sieht man jetzt.

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