Die Milankovitch Zyklen

Im Jahre 1920 veröffentlichte Milutin Milankovitch seine Theorie mit dem Titel „Mathematische Klimalehre und astronomische Theorie der Klimaschwankungen.“ Er war der Ansicht, daß die Sonne und die Stellung der Erde zur Sonne für das Klima auf der Erde verantwortlich sind. Zentraler Bestandteil der Theorie ist eine Formel, mit der es möglich ist, in Abhängigkeit vom Breitengrad die Intensität der Sonneneinstrahlung zu bestimmen, die wiederum von drei Größen abhängt: Der Exzentrizität der Erdumlaufbahn um die Sonne, der Präzession der Erdachse und der Ekliptikschiefe (Neigung der Erdachse). In einer weiteren Arbeit konnte Milankovitch zeigen wie er mit seiner Formel das zyklische Auftreten von Eiszeiten erklären kann.

Für die klimatischen Bedingungen auf der Erde ist damit die Intensität der Sonneneinstrahlung von zentraler Bedeutung, die von der Stellung der Erde zur Sonne beeinflusst wird. Hinzu kommt natürlich noch die Sonnenaktivität selbst, die Milankovitch allerdings nicht berücksichtigte. Die Exzentrizität der Erdumlaufbahn um die Sonne führt dazu, daß es bei einem Umlauf um Sonne einen kürzesten Abstand (Perihelion) und einen größten Abstand (Aphelion) von der Sonne gibt. Zwischen diesen beiden Punkten liegt ein Unterschied in der Entfernung der Erde zur Sonne von 5 Millionen Kilometern. Da soll noch mal einer der Klimawandelmafia erzählen, das hätte keinen Einfluss auf das Klima. Die Exzentrizität der Erdumlaufbahn ist allerdings nicht konstant sondern schwank zwischen 0 und 0,06 Grad.

Der momentane Wert liegt bei 0,0167. Für einen Zyklus der Exzentrizität braucht die Erde etwa 100.000 Jahre. Der nächste Faktor, der das Klima beeinflusst ist die Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn. Diese schwankt zwischen 21,5 Grad und 24,5 Grad mit momentan 23,4 Grad. Diese Neigung beeinflusst natürlich die Intensität der auf die Erdoberfläche treffenden Sonnenstrahlung. Je stärker die Neigung, desto größer der Unterschied zwischen den Jahreszeiten. Ein Schwankungszyklus der Erdachse dauert etwa 41.000 Jahre. Die dritte Einflussgröße auf die Sonneneinstrahlung ist die Präzessionsbewegung der Erdachse, was man am einfachsten als Eiern derselben bezeichnen kann.

Der Präzessionszyklus dauert zwischen 24.000 und 26.000 Jahre. Die Präzession wird deutlich an der Ausrichtung der Erdachse. Momentan weist der Nordpol der Erdachse auf den Polarstern. Vor 13.000 Jahren war das nicht der Fall und in 12.000 Jahren wird der Nordpol auf den Stern Vega im Sternbild der Leier zeigen. Angesichts dieser Tatsachen erscheint die Behauptung der Klimasekte, daß das Erdklima nur vom Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre bestimmt wird als geradezu grotesk bzw. noch dümmer als sie ohnehin schon ist. Vielmehr sind zahlreiche übereinander gelagerte Zyklen einschließlich der Sonnenzyklen die bestimmenden Faktoren. Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre ist dabei völlig unbedeutend.

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