Infraschallbelastung durch Windkraftanlagen

Im Jahre 2016 wurde von der finnischen Environmental Health Association eine Studie über die Belastungen durch Infraschall in der Umgebung von Windkraftanlagen durchgeführt. Die Studie erfüllt die methodischen Voraussetzungen der Stichprobenstatistik. Die Daten wurden in Gebieten gesammelt, in denen zwischen 0,5 und 1,5 Jahren zuvor Windkraftanlagen errichtet wurden.

Analysiert wurden 50 Familien mit Symptomen bei jedem Familienmitglied. Insgesamt waren etwa 200 Personen an der Studie beteiligt. Außerdem wurden in der Studie die Standorte aller Windkraftwerke in Finnland berücksichtigt und es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Auswirkungen der Kraftwerksbereiche viel größer sein und weiter reichen können, als bisher angenommen. Es zeigte sich, daß die durch Infraschallemissionen von Windkraftwerken erzeugten Phänomene erst in mehr als 15 Kilometern Entfernung von den Kraftwerken deutlich abnehmen. Menschen in der Umgebung von Windturbinen weisen in der Regel innerhalb weniger Monate nach dem Bau der Windräder eine Vielzahl von Symptomen auf. Am typischsten sind Schlafstörungen oder Müdigkeit und verschiedene Schmerzen. Schädliche oder schwere Symptome waren im Umkreis von 15 km zu den Windkraftanlagen dreimal häufiger zu beobachten, wobei es sich meistens um verschiedene Stress-Symptome handelt.